Handelstipps

Warum ist Trading eigentlich so schwer?

Viele Menschen die neu zum Trading kommen denken, der Handel sei einfach. Kein Wunder, denn schließlich suggeriert die Werbung auch genau das. Gerade bei binären Optionen laufen im Augenblick Werbeslogans, die den Eindruck vermitteln sollen, dass gerade der Handel mit binären Optionen einfach sei. Doch so leicht ist es nicht. Denn beim Handel kommt es nicht unbedingt auf das zu handelnde Produkt an, sondern vielmehr auf die Anlageklasse, also das Asset, und nicht zuletzt auf eiserne Disziplin.

Kein anderes Hobby und kein andere Job wird so unverblümt die Stärken und vor allem die Schwächen der agierenden Personen offenlegen, wie der Handel an der Börse. Trading ist ein ständiger Wettbewerb und Kampf gegen sich selbst. Das Problem ist die Selbsterkenntnis und die Selbstreflexion. Die wenigsten unterschätzen diesen Umstand und vernachlässigen das Führen eines Tradingjournals. Da sich die wenigsten Trader selber überprüfen, wird den wenigsten dieser Umstand bewusst. Und schlimmer – immer öfter werden Bauchentscheidungen getroffen, die jeglichen Systems entbehren.

Ein weiteres Problem ist, dass die meisten Privatanleger allein vor den Monitoren sitzen und ihre Entscheidungen allein treffen. Die Anleger sind niemanden Rechenschaft darüber schuldig, warum sie gerade einen Put oder Call gekauft haben, also auf fallende oder steigende Kurse gesetzt haben. Was die meisten Trader weiterhin vergessen ist die Tatsache, dass sie nicht alleine sind und den Markt beherrschen oder gar beeinflussen, sondern das weltweit verteilt tausende Trader sitzen.

Und das sind nicht nur alles Privatanleger, sondern oft auch Marktteilnehmer, die wesentlich bessere Informationen besitzen, als sie selbst. Diese haben beispielweise Einsicht in die Orderbücher und damit einen entscheidenden Vorteil. Denn sie können sehen, wie die anderen Marktteilnehmer positioniert sind. Natürlich machen sie sich diesen Vorteil zu Nutze und spielen diesen auch gegen die Konkurrenten aus. Somit haben sie den anderen gegenüber einen gewaltigen Vorsprung.

Oft wird den Brokern die Schuld am unfairen Handel gegeben, vor Allem, wenn diese als Market Maker agieren. Aber diese Kritik ist meist unbegründet, da die anderen Marktteilnehmer eine viel größere Bedrohung für den Privatanleger darstellt. Für den einfachen Trader stellt sich daher die Frage, wie man sich einen Vorteil verschaffen kann ohne den Zugang zu diesen vorteilhaften Informationen zu haben.

Wie kann man sich einen Vorteil verschaffen

Die Frage, welche sich nun die Privatanleger stellen müssen, ist, wie er ebenfalls an wichtige Informationen kommen kann. Drei Faktoren kann man hier beispielhaft nennen:

  1. Statistischer Vorteil
  2. Wissensvorsprung
  3. Beobachtung

Diese dreie Begriffe klingen für die meisten erst einmal sehr abstrakt, weshalb sie in den nachfolgenden Abschnitten weiter erläutert werden.

Statistischer Vorteil

An der Börse werden Wahrscheinlichkeiten gehandelt“ so heißt es immer so treffend. Und tatsächlich werden in der Finanzindustrie sehr häufig statistische Erhebungen verwendet. Sie stellen ein Maß für den Risikogehalt einer Wertentwicklung dar. In unserem Fall ist jedoch etwas anderes gemeint. Und zwar der der Vorteil, der daraus entsteht wenn man immer wieder und wieder nach denselben Regeln handelt.

Oft testen Trader ein System und wenn ein oder zwei Fehltrades folgen, dann wird das System verworfen. Aber nur wenn ein System beständig und konsequent verfolgt wird, wird es auf Dauer lukrativ sein. Wenn es sich dabei um Handelstechniken handelt, bei denen in der Vergangenheit die Trefferquote höher war als die Verlustquote, auch wenn nur minimal, dann schafft man es am Ende einer Periode einen Gewinn zu erzielen. Die statistische Wahrscheinlichkeit dafür ist dann höher als sonst.

Bei Handelssystemen ist der statistische Vorteil enorm wichtig. Kennzahlen helfen hier, den Vorteil sichtbar zu machen. Shape Ratio ist hier beispielweise zu nennen. Wenn am Ende die Trefferquote minimal höher als die Anzahl der Verlusttrades ist, so reicht das aus, um eine Rendite zu erzielen.

Wissensvorsprung durch Research

Dieser Punkt ist sehr sehr schwierig in der Praxis umzusetzen. Dazu gehört meist eine langjährige Ausbildung und ein mindestens ebenso lange Erfahrung an den Märkten. Es reicht nämlich nicht aus, sich das blanke Wissen anzueignen, sondern man muss dieses Wissen auch auf die einzelnen Basiswerte anwenden können. Das ist aber als Privathändler oft nicht möglich, da man diese Daten in der kurzen Zeit, in der sich die Märkte verändern, nicht auswerten kann lipitor price. Schafft man es allerdings doch, sich auf das Research und die Datenauswertung zu konzentrieren, dann kann man sich nach mehreren Jahren durchaus einen Vorteil zu anderen Marktteilnehmern verschaffen.

Beobachten der Kurse

Es ist nicht nur wichtig zu wissen, wann man einsteigt, sondern mindestens genauso wichtig zu wissen, wann man nicht einsteigt und lieber nicht investiert ist. Deshalb gehört das Beobachten von Kursen auch in das Metier der erfahrenen Händler. Damit ist gemeint, dass sie alleine durch das Beobachten der Kurse diese zu einem gewissen Grad antizipieren können. Das Verhalten der Kurse geht allmählich ins Blut über und das Lesen der Kerzen geht meist von allein. Die Form der Kerzen gibt oft schon Ausschluss über das Verhalten der Teilnehmer und kann demjenigen, der diese richtig zu deuten weiß, den entscheidenden Vorsprung beim Entry oder Exit einer Position verschaffen.

Viele Wege führen nach Rom

Sich einen Vorteil gegenüber den anderen Marktteilnehmern zu verschaffen ist sehr wichtig und kann auf sehr unterschiedliche Weise erfolgen. Im oberen Abschnitt sind nur drei mögliche Arten vorgestellt.

Am Ende verbindet jedoch alle diese vorteilhaften Möglichkeiten ein essentieller Faktor und zwar Disziplin. Im statistischen Vorteil muss man die Disziplin aufbringen trotz vieler Verlust-Trades seine Regeln weiterhin umzusetzen. Research muss diszipliniert von Statten gehen, da dieses sehr viel Zeit und Aufwand erfordert. Und auch das Beobachten der Kurse erfordert eiserne Disziplin, dadurch das man Stunden „tatenlos“ vor dem Rechner verbringen muss und viele vermeintliche Trades verpasst.