Handelstipps

Abgeltungssteuer auf Gewinne aus binären Optionen

<a href="http://www.binary-brokers.de/wp-content/uploads/2014/11/Binäre-Optionen-Steuer lipitor weight loss.jpg“>Binäre Optionen SteuerSteuerliche Angelegenheiten sind nicht gerade einfach. Bei einigen Steuersachen gibt es eine Vielzahl unterschiedlicher Meinungen, wobei die gesetzlichen Regelungen eigentlich eindeutig sind. Ein solcher Fall betrifft die Versteuerung von Erträgen aus dem Handel mit Binären Optionen. Hartnäckig hält sich unter Anlegern die Meinung, dass der Handel mit Binären Optionen lediglich ein Glücksspiel sei. Die dabei erzielten Gewinne seien in Deutschland dann steuerfrei. Der Anleger, der sich auskennt und weiß was er tut, sieht Binäre Optionen nicht als Glücksspiel an.

Beim zuständigen Finanzamt kannst Du dich beraten lassen. Dort erhältst Du auch bindende Auskünfte. Vollständigkeit solltest Du jedoch nicht erwarten. Willst Du wirklich sichergehen, führt am Finanzamt, besser Steuerberater, kein Weg vorbei.

Ein Punkt mit dem Festgeld-Anleger, Aktienbesitzer oder Händler von Hebelprodukten konfrontiert werden, ist die Abgeltungssteuer. Eigentlich hat sich die steuerliche Situation für die Finanzmärkte bereits seit 2009, dem Jahr der Einführung der Abgeltungssteuer, vereinfacht. Die Regelungen vor 1999 sahen vor, dass jegliche Erträge nach 6monatiger Haltedauer vollkommen steuerfrei waren. Bis Ende 2008 galt diese Regelung für alle Erträge nach 12monatiger Haltedauer. Seit Anfang 2009 gibt es keine Ausnahmen mehr. Alle Erträge müssen versteuert werden.

Für den Steuerpflichtigen ändert sich so einiges. Denn früher musste er steuerpflichtige Gewinne innerhalb der Steuererklärung angeben. Mit der Abgeltungssteuer ist das nicht mehr erforderlich. Im Idealfall muss man sich nicht mehr um die Steuern kümmern. Der Broker berechnet die Abgeltungssteuer und zieht sie automatisch ein. Er ist zudem für die Weiterleitung an das Finanzamt verpflichtet. Man muss in der Jahressteuererklärung keine Angaben mehr zu Erträgen aus Kapitalanlagen oder Spekulationsgeschäften machen. Der Anleger kann sich vollkommen auf seine Trades konzentrieren.

Über Gewinne aus binären Optionen freuen – Steuern nicht vergessen

Gute Gewinne aus Binären Optionen machen jeden Trader glücklich. Du solltest Dir jedoch bewusst sein, dass Trader mit Binären Optionen ebenso wie der Festgeld-Anleger oder Aktienhändler in Deutschland verpflichtet sind, die erzielten Gewinne beziehungsweise Kapitalerträge ordnungsgemäß zu versteuern.

Auf die Erträge aus binären Optionen fällt für den deutschen Steuerpflichtigen die Abgeltungssteuer (25 %) plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer an. Jeder Steuerpflichtige besitzt zudem einen Freibetrag in Höhe von 801 Euro pro Jahr. Falls der persönliche Steuersatz weniger als 25 Prozent beträgt, können erzielte Gewinne im Rahmen der Einkommensteuer veranlagt werden. Der Vorteil hierbei ist, dass die Steuern auf binäre Optionen nicht pauschal 25 % betragen, sondern nach dem persönlichen Einkommensteuersatz erhoben werden.

Das sind die logischen Fakten zur Versteuerung. Das Problem dabei ist, dass in vielen Fällen die Trader ihre komplette Gewinn- und Verlustrechnung selbst erstellen und dem Finanzamt vorlegen müssen. Komplizierter wird es, wenn der Broker im Ausland sitzt. hat. Dem Steuerpflichtigen obliegt hier die gesamte Nachweispflicht.

Gewinne versteuern beim Auslandssitz des Brokers

Ein Broker mit Sitz in Deutschland erleichtert die Steuerangelegenheiten. Das Erheben und Abführen der Abgeltungssteuer erfolgt automatisch. Will der Trader steuerliche Vorteile bei Gewinnen nutzen, kann er einen Freistellungsantrag stellen.

Gerade viele Broker, die den Handel mit binären Optionen ermöglichen, haben ihren Sitz im Ausland. Eine automatische Steuererfassung kann daher nicht vorgenommen werden. Das gilt auch in jenen Fällen, wo ein Broker lediglich eine Filiale in Deutschland hat. Bei einem Auslandsbroker kann der Trader natürlich auch keinen Freistellungsauftrag stellen. Der gilt nur innerhalb Deutschland.

Wer Gewinne aus dem Handel mit binären Optionen beim Auslandsbroker am deutschen Finanzamt vorbeiführt, macht sich der Steuerhinterziehung schuldig. Mittlerweile kooperieren die Finanzbehörden innerhalb der EU sehr intensiv miteinander. Daten von Brokern und Tradern werden erfasst und den Behörden verfügbar gemacht. Zahlungsströme lassen sich nachverfolgen. Das gilt auch für Erträge aus binären Optionen.

Für Trader ist deshalb angeraten, über ihre Erträge aus binären Optionen sehr gewissenhaft Buch zu führen und Nachweise wie Kontoauszüge der Handelskonten für die Einkommensteuererklärung bereitzuhalten.

Steuern auf binäre Optionen in der Zusammenfassung

Binäre Optionen müssen laut § 23 Einkommensteuergesetz als Termingeschäfte angesehen werden. Somit fallen sie nicht unter irgendwelche Glücksspielregelungen. Im Glücksspieländerungsvertrag von 2012 ist diese Anlageform nicht definiert. Eine abschließende gesetzliche Regelung genau zum Thema Binäre Optionen und Steuern steht allerdings noch aus.

Alle Gewinne unterliegen somit der Abgeltungssteuer. Diese muss vom Steuerpflichtigen (ersatzweise vom Broker) abgeführt werden. Positiv dabei ist, dass Verluste mit Erträgen gegengerechnet werden können. Zu beachten ist allerdings, dass Gewinne und Verluste nach dem gegenwärtigen Steuerrecht lediglich innerhalb der jeweiligen Kapitalanlageart miteinander verrechenbar sind. Für den Trader heißt das, die Gewinne und Verluste mit binären Optionen müssen extra in der Steuererklärung ausgewiesen werden.

Wer als Trader seine steuerlichen Angelegenheiten nicht dem Zufall überlassen möchte, handelt binäre Optionen bei einem Broker, der Gewinne und Verluste exakt dokumentiert, notwendige Bescheinigungen ausstellt und in Steuerfragen eine gewisse Kompetenz besitzt.

Wichtig ist, dass Gewinn- und Verlustrechnungen auch nach einer Kontokündigung abrufbar sind. Das Finanzamt kann bei ungenauen Angaben die Verlustanerkennung verweigern. Im schlimmsten Fall schätzt der Fiskus mögliche Gewinne und erstellt einen Steuerbescheid.

Tipp: Wer als Trader zu seinem im Ausland residierenden Broker reist und ihn tatsächlich und nachweislich besucht, kann die damit verbundenen Kosten als Geschäftsreise geltend machen