Handelstipps

Mit Range-Optionen eine höhere Rendite erreichen

Märkte verlaufen generell in zwei Phasen. Das sind Trends und Seitwärtsphasen. Basierend auf beiden Phasen, können Handelsstrategien entwickelt werden. Entweder man folgt einem Trend oder aber man nutzt Seitwärtsphasen, indem man sich der Begrenzungen, auch Widerstände und Unterstützungen genannt, bewusst wird. Wie funktioniert das genau?

Zunächst ein Mal sollte man Seitwärtsphasen identifizieren. Seitwärtsphasen sind Konsolidierungen im Nachfrage-Angebot Verhältnis. Die Nachfrage und das Angebot schwanken in einem konstanten Verhältnis. Diese Phasen treten immer nach einer starken Trendphase auf. Da Trends oft in kurzen Schüben kommen, sind Seitwärtsphasen, man könnte sogar sagen etwas öfter anzutreffen.

Darüber hinaus, sind Seitwärtsphasen besonders im kurzfristigen Bereich gut ausgeprägt. Auch Tageszeiten zu denen wenig Volumen gehandelt wird, sind für Seitwärtsphasen gut geeignet, beispielsweise nachts. Dennoch sollte man wie auch in Trendphasen es vermeiden, punktgenaue Begrenzungen zu zeichnen. Du solltest immer bedenken, dass es um Zonen und Bereiche geht.

Beispiel einer Seitwärts-Range

Screen 1
Das aktuelle Chart für den US-Leitindex S&P500 auf 15-Minuten-Basis zeigt deutlich eine Seitwärtsphase, die bereits seit Anfang der Woche in vollem Gange ist. Diese Seitwärtsphase hat auch etwas damit zu tun, dass der Index in den letzten Wochen einen starken Aufwärtstrend hatte und dass diese Woche aufgrund eines Feiertages in den USA, der Handel volumenmäßig gering ist (Screen 1). Die obere Begrenzung ist der Widerstand während die untere Begrenzung eine Unterstützung darstellt.

Das Chart macht auch deutlich, warum Seitwärtsphasen nicht unbedingt einfach zu handeln sind. Da Begrenzungen wie gesagt nicht punktgenau auf einer horizontalen Linie verlaufen. Deshalb geht es auch oft darum eine saubere Seitwärtsphase zu finden.

Handel von Touch-Optionen auf Basis von Seitwärts-Phasen

Wie Du bereits weißt, werden binäre Optionen in unterschiedlichen Handelsarten gehandelt. Es gibt die klassischen Call/Put-Optionen als auch die auf Seitwärtsphasen ausgerichtete Range oder Touch-Optionen. Wie man diese handelt zeigen wir Dir im folgenden.

Bei einer Touch-Option geht es darum, dass ein vorgegebener Preisbereich innerhalb der Laufzeit ein Mal berührt wird oder eben nicht. Wenn Du darauf spekulierst, dass dieser Bereich nicht berührt wird, dann kaufst Du eine No-Touch-Option (Put-Option) und wenn Du davon ausgehst, dass der Preisbereich berührt wird dann kaufst Du eine Touch-Option (Call-Option).

In den meisten Fällen werfen Range- oder Touch-Optionen eine höhere Rendite ab. Darüber hinaus gibt es eine Weiterentwicklung von Touch-Optionen. Nämlich die 2-Touch-Optionen. Hierbei muss die Preisbarriere zwei Mal berührt werden. Diese Optionen werfen in den meisten Fällen eine Rendite im dreistelligen Bereich ab. Doch die Rendite geht auf Kosten des Risikos, deshalb wird bei diesen Optionen eine umfangreiche Analyse Pflicht sein. Leichtsinniger Handel auf Gut Glück wird immer an den Kapitalmärkten bestraft.

Arten einer Touch-Option

Touch-Optionen können in unterschiedlichen Arten auftreten. Entweder soll ein Zielkurs ein oder mehrere Male berührt werden, oder aber es sind mehrere Zielkurse wie eine Treppe nach oben oder unten festgelegt. Diese nennt man dann desöfteren Ladder-Optionen. Je nachdem ob die Zielkurse erreicht werden oder nicht verhält es sich auch mit der Rendite. Sollte der Zielkurs nur ein Mal erreicht werden so ist die Rendite für die Option geringer als wenn der Zielpreis zwei Mal erreicht wird.
Screen 2
Bezogen auf unser Beispiel im S&P 500 wäre eine Option des Broker BDSwiss( Screen2) denkbar. Dieser bietet sowohl Touch- als auch Ladder-Optionen auf die gängigen Basiswerte an.

Fazit

Für den Handel von Seitwärtsphasen eignen sich Touch-Optionen sehr gut. Dabei kannst Du darauf spekulieren ob die Seitwärtsphase anhält oder der Kurs aus dieser herausbricht.

Es gibt folgende Handelsarten für Seitwärtsphasen:

  • Touch/No-Touch
  • Range in/Range-Out
  • 2-Touch Optionen
  • Ladder-Optionen

Bedenke immer dabei, dass der Handel in Seitwärtsphasen zwar meistens mit einer höheren Rendite verbunden ist, das Risiko bzw. die Wahrscheinlichkeit für einen erfolgreichen Trade aber umfangreicher analysiert werden muss. Du kannst dabei auf die technische Analyse zurück greifen und wie oben vorgestellt Seitwärtsphasen identifizieren.

Versuche dabei immer in Zeiten zu handeln, die weniger volatil sind, wie z.B. nachts oder an Tagen an denen keine wichtigen Nachrichten veröffentlicht werden.

Seitwärtsphasen sind auf 15-Minuten Basis ausgeprägter und kommen öfter vor als auf Tages-oder Stundenbasis.

Du kannst aber auch Ausbrüche aus einer Range handeln. Dies wäre Dir sogar zu empfehlen, da auf Ausbrüche mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Schub aus der Range initiiert wird. Du kannst dazu die Range-Out Option handeln. Anschließend darauf, wäre sogar eine Ladder-Option denkbar um den Schub des Kurses aus der Range auszunutzen.